Die drei Dörfer Bornum, Lelm und Süpplingenburg hatten einen gemeinsamen Plan: Fahrräder satteln, Kirchen ansteuern und Musik genießen. Und so entwickelte sich die Region zum kleinen Fahrradmekka.
Was als besondere musikalische Radtour durch die neu fusionierte Kirchengemeinde Königslutter-Nord-Elm gedacht war, wurde zu einem außergewöhnlichen Tag der Begegnung: Am Sonntag, 9. August, waren die drei Kirchen in Bornum, Lelm und Süpplingenburg bei den Konzerten von Propsteikantor Matthias Wengler voll mit Zuschauern gefüllt.
Unter dem Motto „Mit Musik und Rad von Ort zu Ort“ machten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf den Weg. Manche kamen mit dem Fahrrad, andere zu Fuß oder mit dem Auto. Auch der angebotene Fahrdienst wurde genutzt. So konnten alle drei Stationen besucht werden – unabhängig davon, wie mobil man unterwegs war.
Musikalisch hatte Propsteikantor Matthias Wengler für jede Kirche ein eigenes Programm zusammengestellt. Dabei trafen Werke von Johann Sebastian Bach und Robert Schumann auf Jazz, Pop und bekannte Musicalmelodien. Eine besondere Bereicherung waren die historischen Informationen zu den jeweiligen Orgeln. So wurde nicht nur Musik hörbar, sondern auch ein Stück Geschichte der drei Dörfer und ihrer Kirchen lebendig.
Und manchmal war gerade das Unperfekte etwas ganz Besonderes. Nicht jede der historischen Orgeln kann heute noch mit den feinsten und klarsten Klängen aufwarten. Doch Matthias Wengler verstand es meisterhaft, die jeweiligen Instrumente zum Klingen zu bringen. Mit musikalischem Können, Kreativität und einem Augenzwinkern gelang es ihm immer wieder, das Publikum zu überraschen. So mancher Moment sorgte für Staunen und Gänsehaut.
Die Orgel-Radtour war weit mehr als eine Konzertreihe. Sie war ein erstes großes kulturelles Zeichen der neu fusionierten Kirchengemeinde Königslutter-Nord-Elm und verband die Dorfkirchen auf besondere Weise miteinander.
Auch neben der Musik wurde diese Verbindung sichtbar und spürbar. In Bornum erwarteten die Besucherinnen und Besucher kleine Snacks und Leckereien, in Lelm eine liebevoll vorbereitete Kuchentafel und in Süpplingenburg zum Abschluss Grillwurst. Überall entstanden Gespräche. Menschen, die sich bereits kannten, trafen sich wieder, andere lernten sich neu kennen.
Besonders schön war dabei die Erkenntnis, dass viele Gäste an diesem Tag zum ersten Mal eine der beteiligten Dorfkirchen besuchten. Sie staunten darüber, wie vielfältig das kirchliche Leben in den Ortschaften ist und mit wie viel Engagement, Kreativität und Herzblut die Menschen vor Ort ihre Kirchen und Gemeinden gestalten.
„Wir wollten mit dieser Veranstaltung nicht nur Raum für Musik schaffen, sondern auch Begegnungen ermöglichen und zeigen, was in unseren Dörfern steckt“, so das Organisationsteam. „Dieser Tag hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel möglich ist, wenn die verschiedenen Orte zusammenkommen und ihre Stärken miteinander verbinden.“
Mit Standing Ovations endete das musikalische Schmankerl schließlich in Süpplingenburg. Die Begeisterung des Publikums war deutlich zu spüren – und am Ende waren sich viele einig:
Das muss eine Wiederholung geben !
Ein besonderer Dank gilt deshalb allen Helferinnen und Helfern in Bornum, Lelm und Süpplingenburg, die mit vielen kleinen und großen Handgriffen zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.
Und natürlich gilt der Dank auch Propsteikantor Matthias Wengler, der mit seiner musikalischen Vielfalt, seinem Können und seiner besonderen Art, die Instrumente zum Leben zu erwecken, diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hat.
Drei Kirchen. Drei Konzerte. Viele Begegnungen. Ein Tag, der gezeigt hat, was eine neue Kirchengemeinde miteinander bewegen kann.

