Propstei-Konzerte

Liebe Freunde der Kirchenmusik,

sehr herzlich laden wir Sie auch in diesem Jahr wieder zu unseren abwechslungs­reichen Advents- und Weihnachts­konzerten in Königslutter ein.

Seien Sie herzlich willkommen zum Zuhören – und am 23. Dezember sehr gerne auch zum Mitsingen, wir freuen uns auf Sie!

Propsteikantor Matthias Wengler


Musikalischer Auftakt in den Advent am 28. November in der Stadtkirche

Corinna Tjiang und Matthias Wengler laden ein zu Orgelmusik und Texten

Zum mittlerweile schon traditionellen musikalischen Auftakt in die Advents­zeit laden wir am Sonnabend, 28. November, um 17:00 Uhr in die Stadtkirche Königslutter ein. Corinna Tjiang wird gemeinsam mit mir am Vorabend des 1. Advent festliche Orgel­musik sowie heitere und besinnliche Texte präsentieren.

Auf dem Programm stehen u. a. Werke von Johann Sebastian Bach (u. a. Pastorale F-Dur, Orgelkonzert G-Dur), Franz Liszt (Auszüge aus dem Klavierzyklus „Weihnachtsbaum“), Felix Mendelssohn Bartholdy und César Franck. Corinna Tjiang wird Texte von Erich Kästner, Bertolt Brecht, John Updike und Paul Maar lesen. Den Abschluss bildet Georg Friedrich Händels berühmter „Halleluja“-Chor aus dem Oratorium „Messias“.

Tickets (20 € / 10 € ermäßigt für Schüler und Studenten) sind im Vorverkauf in der Buchhandlung Kolbe – Sarinas Bücher- und Spieleparadies sowie unter www.coramclassic.de erhältlich, Restkarten gibt es an der Abend­kasse ab 16:30 Uhr. Der Freundes­kreis Propstei­kantorei Königslutter lädt außerdem in der Pause alle Besucher zu einem Glas Sekt/Orangen­saft ein.  

Matthias Wengler, Propsteikantor


Posaunenklänge im Konzert zum Adventsmarkt in der Stadtkirche

Posaunenoktett nACHTzug gestaltet gemeinsames Programm mit Matthias Wengler

Auch in diesem Jahr findet im Rahmen des Advents­marktes wieder ein Konzert in der Stadtkirche statt. In diesem Jahr haben wir Gäste eingeladen: Das Posaunen­oktett nACHTzug aus Hannover wird am Sonnabend, 12. Dezember, um 20:00 Uhr u. a. mit Werken von Peter Tschaikowsky, Morten Lauridsen, Adolphe Adam und Leroy Anderson zu hören sein. Außerdem hat das Ensemble, in dem auch Posaunisten aus dem Landkreis Helmstedt vertreten sind, internationale Weihnachts­lieder in ungewöhn­lichen Arrangements im Gepäck. Der Abend wird ergänzt mit kurzen humorvollen Texten zur Advents- und Weihnachts­zeit.

Das Posaunen­ensemble nACHTzug hat sich 2021 gegründet. Größten­teils haben sich die Mitglieder während des Studiums an der Musik­hochschule Hannover kennen­gelernt.

Alle verbindet die gemeinsame Leiden­schaft für das außer­gewöhn­liche Klang­spektrum der Posaune und die besondere Besetzung des Posaunen­oktettes. Der Name „nACHTzug“ ist ein Wortspiel: Er verweist sowohl auf unsere Besetzung mit acht Posaunen als auch auf den charakteristischen Zug des Instruments. Das zusätzliche „n“ verwandelt dies in den Begriff „Nachtzug“, der zugleich die gemein­same, musikalische Reise symbolisiert. Das Repertoire umfasst eine breite Palette an Werken, die speziell für Posaunen­oktett komponiert oder arrangiert wurden. Wenn es noch keine geeignete Bearbeitung gibt, arrangieren die Mitglieder ihre Stücke selbst.

Tickets für diesen abwechslungs­reichen Advents­abend (20 Euro, 50 % ermäßigt für Schüler und Studenten) sind in der Buch­handlung Kolbe – Sarinas Bücher- und Spiele­paradies in Königslutter und unter www.coramclassic.de erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse ab 19:30 Uhr.

Matthias Wengler, Propsteikantor


Festliches Weihnachtskonzert am 19. Dezember im Kaiserdom

Werke für Chor und Orchester von Mendelssohn, Bizet und Prokofjew

Die Propstei Königslutter veranstaltet am Sonnabend, 19. Dezember, um 18:00 Uhr ihr traditionelles Weihnachts­konzert im Kaiserdom. In diesem Jahr erwartet Sie ein ungewöhn­liches Programm: Im Zentrum steht Chor­musik mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, César Franck und Adolphe Adam; außerdem stehen zwei besondere Orchester­werke von Georges Bizet und Sergej Prokofjew auf dem Programm.

Prokofjews erste Sinfonie, auch als „Symphonie classique“ bekannt, erklingt als Eröffnungs­stück. Mitten im Ersten Weltkrieg entstand das 15-minütige Orchester­werk, das auf seine Art eine Hommage an die Wiener Klassik ist. Eine Sinfonie im Stile Haydns wollte Prokofjew schreiben, ergänzte aber instrumentations­technische und rhythmische Finessen aus seiner Gegen­wart. Neben der festlichen Grund­stimmung können Musik­freunde zahlreiche musikalische Pointen in diesem Meister­werk entdecken. Bis heute ist diese verspielte „Symphonie classique“ ein Gassen­hauer in den Konzert­sälen.

Mit dem Magnificat folgt ein Chorwerk, das Felix Mendelssohn Bartholdy im März 1822 in gerade mal 13 Tagen im Alter von 13 Jahren komponierte. Es gilt als das Werk, in dem Mendelssohn, angeleitet durch seinen Lehrer Carl Friedrich Zelter, nach seinen Früh­werken erhebliche Fort­schritte als Komponist gemacht hatte. In der mehr­teiligen Kantate mit klar getrennten Chor-, Ensemble- und Solo­sätzen schafft Mendelssohn eine Mischung der vorherrschenden Stile der Zeit: Aus der Barock­musik entnimmt er die Fugen­technik und die motivische Text­ausdeutung, aus der Klassik die klaren Satz­grenzen sowie die formale Geschlossen­heit, die gesang­lichen Linien der Solopartien und die warmen Klang­farben des Orchesters sind von der Früh­romantik geprägt. Auch dramaturgisch gelingt ihm der Wechsel zwischen feierlichen Tutti-Sätzen und intimen Solo­passagen.

Dem Orchester hat Mendelssohn im  Magnificat  eine selbst­ständige Rolle zugeschrieben und nicht nur eine begleitende Funktion, sicherlich beeinflusst von zeitgleich entstandenen Sinfonien und Konzerten: Vorspiele, Zwischen­spiele und Über­leitungen strukturieren das etwa 25-minütige Werk, das durch ungewöhnliche Instrumentation an einigen Stellen besticht.

Georges Bizet, vor allem bekannt durch seine Oper „Carmen“, ist im Weihnachts­konzert mit seiner Sinfonie Nr. 1 C-Dur vertreten. Auch dieses Stück ist ein Jugend­werk; Bizet schrieb es innerhalb weniger Wochen mit 17 Jahren als Student des Pariser Conservatoire, wo er bereits mit neun Jahren einge­schrieben war und später Meister­schüler von Charles Gounod und Froméntal Halévy wurde. Musikalische Vorbilder in diesem Werk sind unüber­hörbar: Musik von Mozart, Rossini, Schubert oder auch Schumann lässt sich sehr leicht aus diesem halb­stündigen Werk heraus­hören – und dennoch ist es ein eigen­ständiges Meister­werk, das durch seine eingängige Leichtig­keit aus einem Guss besticht. Erstaunlich: Das Werk geriet schnell in Vergessenheit und schlummerte beinahe 80 Jahre im Archiv; erst 1935 wurde die Sinfonie uraufgeführt.

Zwei kurze populäre Werke für Tenor, Chor und Solisten aus Frankreich, die zu den Klassikern des Weihnachts­repertoires zählen, schließen sich an: „Panis angelicus“ von César Franck und „Cantique de Noël“ von Adolphe Adam. Den Abschluss des Konzerts bildet Felix Mendelssohn Bartholdys Weihnachts­kantate „Vom Himmel hoch“.

Die große Bewunderung des jungen Felix Mendelssohn Bartholdy zu Johann Sebastian Bach ist in seinen acht Choral­kantaten unüberhörbar. Der Text der Weihnachts­kantate „Vom Himmel hoch“ stammt von Martin Luther, dessen Worte Mendelssohn begeisterten: „Wie da jedes Wort nach Musik ruft, wie jede Strophe ein anderes Stück ist, wie überall ein Fort­schritt, eine Bewegung, ein Wachsen sich findet, das ist gar zu herrlich und ich komponiere hier mitten in Rom sehr flüssig daran.“ Die Kantate „Vom Himmel hoch“ entstanden 1831 während eines Italien-Aufenthalts, endet mit einem festlichen Schluss­chor, in dem Mendelssohn die Schluss­strophe aus Luthers Weihnachts­lied aufgreift.

Die Mitwirkenden im Weihnachts­konzert sind Martina Nawrath (Sopran), Mika Bergman (Alt), Florian Wagner (Tenor), Marco Vassalli (Bass), die Propstei­kantorei Königslutter und die Camerata Instrumentale Berlin unter meiner Leitung.

Für dieses Konzert haben wir zahlreiche Förderer gewinnen können; nur durch sie wird auch in diesem Jahr unser Weihnachts­konzert möglich: Stiftung Braunschweigischer Kultur­besitz, Bürger­stiftung Ostfalen, Freundes­kreis Propstei­kantorei Königslutter, Landkreis Helmstedt und Evangelisch-lutherische Landes­kirche Braunschweig. Wir bedanken uns bei allen Institutionen für die Unter­stützung für dieses besondere Weihnachts­konzert im Kaiserdom. Ein Rat für unsere Konzert­besucher: Sichern Sie sich rechtzeitig Ihre Karten, und nutzen Sie bitte gerne den Vorverkauf. Wir erwarten auch in diesem Jahr einen ausver­kauften Kaiserdom.

Der Vorverkauf hat bereits begonnen, Tickets (30 Euro, 50% ermäßigt für Schüler und Studenten) sind in der Buch­handlung Kolbe –Sarinas Bücher- und Spiele­paradies in Königslutter und unter www.coramclassic.de erhältlich. Restkarten sind ggf. an der Abend­kasse ab 17:30 Uhr erhältlich.

Matthias Wengler, Propsteikantor


Weihnachtsliedersingen für Alle am 23. Dezember in der Stadtkirche

Matthias Wengler und die Propsteikantorei Königslutter laden ein zum gemeinsamen Singen

Einen Tag vor Weihnachten findet in der Stadtkirche Königslutter noch eine besondere Veranstaltung statt. Gemeinsam mit der Propstei­kantorei Königslutter lade ich Sie am Mittwoch, 23. Dezember, um 18:00 Uhr zu einem großen „Weihnachts­lieder­singen für Alle“ ein.

Bei diesem musikalischen Advents­kalender, der mit 24 Weihnachts­liedern aus fünf Jahr­hunderten gefüllt ist, steht das gemein­same Singen für Jung und Alt im Mittel­punkt. Neben Liedern aus dem Gesang­buch wie „Tochter Zion“, „Herbei o ihr Gläub’gen“ und „Macht hoch die Tür“ sind auch Klassiker wie „Alle Jahre wieder“, „Lasst uns froh und munter sein“ und „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ dabei. Und auch „neuere“ Weihnachts­lieder der letzten Jahr­zehnte wie „Mary’s Boy Child“ oder „In der Weihnachts­bäckerei“ werden an diesem Abend nicht fehlen. Die Lieder werden von mir am Klavier begleitet, und zu einigen Liedern wird auch die Entstehungs­geschichte erläutert.

Die letzte musikalische Veranstaltung der Propstei Königslutter im Jahr 2026 gestalten also alle Besucher gemeinsam in der Stadtkirche. Es gibt kaum ein schöneres Gefühl, als gemeinsam mit einer großen Menschen­menge zu singen. Lassen Sie sich dazu herzlich einladen und mitreißen – und seien Sie gespannt, was wir noch an weiteren Über­raschungen geplant haben.

Matthias Wengler, Propsteikantor